„Mer könne nit all im Dom schlofe!“
Kölner Geisterzug demonstriert am 7. Februar 2026 für eine gerechtere
Wohnungspolitik - und feiert sein 35. Jubiläum in ODONIEN.
Unter dem Motto „Hühste Zick för ne andere Wunnungspolitik – mer könne nit all em Dom
schlofe!“ ruft der Kölner Geisterzug am 7. Februar 2026 zur Demonstration für eine gerechtere
Wohnungspolitik auf. Anlass ist die zunehmend prekäre Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt, die
immer mehr Menschen zur Verzweiflung bringt. Studierende, junge Familien, Menschen mit
„ausländischem“ Namen oder Aussehen, sowie weitere gesellschaftliche Gruppen leiden unter
massiven Hindernissen – von überhöhten Mieten über Verdrängung bis hin zur Diskriminierung.
„Viele können sich ein Leben in Köln nicht mehr leisten. Es ist Zeit, gemeinsam darauf aufmerksam
zu machen, dass Wohnen ein Menschenrecht ist“, so Erich Hermans, Vorsitzender des Vereins
Ähzebär un Ko e.V., der den Geisterzug seit 35 Jahren organisiert.
Der Geisterzug zieht durch Nippes – vom Clouth-Gelände nach ODONIEN - und bleibt auch in
diesem Jahr seiner besonderen Form treu: Bewusster Verzicht auf motorisierte Fahrzeuge,
Kamelle und kommerzielle Elemente.
Im Jahr 2026 feiert der Geisterzug sein 35-jähriges Bestehen.
Der Geisterzug entstand 1991, als wegen des 2. Golfkriegs der offizielle Straßenkarneval abgesagt
wurde. Das Kölner Friedensplenum rief damals, auf Anregung von Erich Hermans, zur Anti-
Golfkriegs-Demo am Rosenmontag auf, entlang des bereits abgesperrten Zugweges. Spontan
schlossen sich auch traditionelle Karnevalist:innen an, die die Strecke nicht den sogenannten
„Chaoten“ überlassen wollten. Aus dieser besonderen Mischung entstand einer der
eindrucksvollsten Umzüge der Kölner Geschichte, später als die „Nullnummer“ der Geisterzüge
bezeichnet. Politischer Protest gehört seitdem zum Selbstverständnis des Zuges. Als einzige
kontinuierlich politische Demonstration während der Karnevalstage, knüpft der Geisterzug an die
widerständigen Wurzeln des historischen Karnevals an – vom mittelalterlichen Protest gegen Adel
und Klerus bis zum Kölner Rathaussturm von 1848.
Zu diesem Anlass lädt der Verein im Anschluss an den Zug ab 21 Uhr in die ODONIEN ein. Dort
erwartet die Besucher:innen ein vielfältiges Programm mit Live-Bands, Sambagruppen, Bars,
Foodtrucks, Feuertonnen und einer offenen, solidarischen Atmosphäre, um 35 Jahre Kreativität,
Widerstand und Gemeinschaft zu feiern.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten steht nur ein limitiertes Ticketkontingent auf rausgegangen.de
zur Verfügung. Der Eintrittspreis ab 5€ ist als Spende variabel und unterstützt die Finanzierung der
Veranstaltung.
Geisterzug 2026
Zeitplan und Route
Datum: Samstag, 7. Februar 2026
Aufstellung: Ab 18:00 Uhr, Clouth-Gelände, Josefine-Clouth-Str. ab Hs. Nr. 15+17
Abmarsch: 19:00 Uhr
Route: Josefine-Clouth-Str., Seekabelstr., kurz die Niehler Str., Gneisenaustr., Bülowstr.,
Blücherstr., Schillstr., kurz Simon-Meister-Str., Turmstr., Wilhelmstr., Merheimer Str.,
Hartwichstr., Lämmerstr., Hornstr.
Auflösung: Hornstr. Nähe Odonien
Jubiläumsfeier 35 Jahre Geisterzug
Veranstalter: Ähzebär un Ko e.V.
Veranstaltungsort: Odonien, Hornstraße 85. D-50823 Köln
Einlass: ab 20:30 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr
Tickets unter https://rausgegangen.de/events/geisterzug-im-odonien/
Pressekontakt:
Verein Ähzebär un Ko e.V.
E-Mail: info@aehzebaerunko.de
Website:www.geisterzug.de